Bauchspeicheldrüsenentzündung der Katze

Die Bauchspeicheldrüsen-Entzündung der Katze, auch Pankreatitis genannt, ist eine heimtückische Erkrankung.

Bei der Pankreatitis der Katze unterscheidet man eine schwere und leichte Form, aber auch eine akute bzw. chronische Bauchspeiheldrüsenentzündung. Die Prognose bei dieser Erkrankung ist daher sehr unterschiedlich.

Hier hörst du meine Podcast-Folge zu diesem Thema:

Ursache:

  • Bestimmte Medikamente
  • Durchblutungsstörungen
  • Fettreiches Futter
  • hohe Calcium- oder Triglyceride im Blut
  • Traumata
  • Evtl. Infekte
  • Bestehende Darmprobleme (Dysbiose)

Symptome

Die Symptome können von „fast unbemerkt bis tödlich“ reichen.

Die Pankreatitis kann sich sehr unterschiedlich äußern. Bei einer milden Form wird das Tier keine oder wenige Symptome zeigen; fällt sie hingegen schwer aus, kann es zum Versagen mehrerer Organe kommen.

Woran erkennst du eine Pankreatitis?

Mit Sicherheit erkennt man eine Pankreatitis nur über eine Blutuntersuchung bzw. evtl. Ultraschall-Untersuchung.

Es gibt aber einige Symptome, die auf eine Pankreatitis hinweisen können, die aber alle auch andere Ursachen haben könnten.

  • Lethargie (Mattigkeit)
  • Futterverweigerung
  • Schwäche
  • Durchfall
  • Ataxien (Störungen im Bewegungsablauf)
  • Atembeschwerden
  • Erbrechen
  • Bauchschmerz

Wann solltest du unbedingt zum Tierarzt gehen?

Wenn dir deine Katze „komisch“ vorkommt, sie das Futter verweigert und du den Eindruck hast, dass sie sich sichtlich unwohl fühlt, könnte es auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein. Daher solltest du in diesem Fall unbedingt zum Tierarzt, um die Ursache abzuklären.

Wie dringend ein Arztbesuch ist hängt fast immer vom Allgemeinzustand ab. Mattigkeit und Futterverweigerung sind dabei die besten Indikatoren.

Diagnose

Mit einer Blutabnahme und evtl. einer Ultraschalluntersuchung lässt sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung diagnostizieren.

Wichtig ist dabei immer auch andere Erkrankungen wir Darmverschluss, Leber- oder Nierenerkrankungen auszuschließen.

Therapie

Wenn sich eine Ursache für die Erkrankung finden lässt (z.B. zu fettes Futter) muss diese natürlich abgestellt werden.

Die konventionelle Therapie ist immer symptomatisch. D.h., dass in der Regeln Entzündungshemmer, Schmerzmittel, evtl. Antibiotika und Infusionen gegeben werden, um etwaige Verursacher zu eliminieren und den Flüssigkeitshaushalt zu verbessern.

Wichtig ist die rasche Wiederherstellung der Futteraufnahme, damit nicht auch die Leber noch leidet. Dazu gibt es spezielle Futtermittel.

Aus ganzheitlicher Sicht und in der Praxis häufig beobachtet, geht der Bauchspeicheldrüsen-Entzündung häufig eine längere Geschichte von oft nur milden Darmproblemen voraus. Dies ist auch aus anatomischer Sicht nachvollziehbar, da der kurze Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse eine direkte Verbindung zwischen Darm und Pankreas bildet.

Länger bestehende Probleme des Darms können irgendwann auch zu einer Entzündung von Leber und Bauchspeicheldrüse führen.

Aus meiner Sicht sollte daher eine Untersuchung des Darm-Milieus und eine nachfolgende „Darmsanierung“ fixer Teil der Therapie sein und führt in vielen Fällen tatsächlich zu einer deutlichen und v.a. nachhaltigen Besserung.

Prophylaxe

  • Vermeidung zu fetter Nahrung
  • Gesund-Erhaltung des Mikrobioms
  • Vermeidung unnötiger Medikamente

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