Woraus besteht Fertigfutter tatsächlich?

 

Was steckt eigentlich hinter dem Wort „Tierische Nebenerzeugnisse“? Woraus besteht nun Fertigfutter tatsächlich?

Ich möchte in diesem Beitrag einige wichtige Begriffe und Fakten ansprechen, die selbstverständlich nicht vollständig sind, aber die wichtigsten Informationen zusammenfassen soll.

Wenn du mein Lieblingsfutter probieren möchtest, kannst du hier bei mir kleinere Mengen bestellen.
Speziell für dich als Podcast-Hörer gibt es mit dem Code-Wort PODCAST eine Dose gratis zu deiner Bestellung. Bitte schreibe bei deiner Bestellung den Code einfach in das Kommentarfeld.

Ab mindestens 45 Euro macht aber der Einkauf direkt beim Hersteller Sinn. Schau dir die Seite einfach über diesen Link an: https://kitzweger.pet-fit.net/

Hier kannst du meinem Beitrag auch hören:

 

Jetzt zu den Begriffen…

Schlachtabfälle der Kategorie 3

Im Tierfutter dürfen in Europa Schlachtabfälle der Kategorie 3 verwendet werden. Aber was steckt da dahinter?

  • Diese Abfälle stammen von Tieren, die für den menschlichen Genuss zugelassen sind. D.h., dass es keinerlei hygienische oder krankheitsbedingte Gründe gibt, dieses Fleisch nicht zu verzehren.
  • Die Schlachtteile sind zwar genusstauglich, werden aber vom Menschen nicht oder kaum verzehrt (z.B. Schweinerüssel oder Pansen, Euter, Zunge, Herz)
  • Schlachtteile können aber auch für den menschlichen verzehr ungeeignet sein (z.B. Ochsenziemer, Hühnerkarkassen, Knochen, Luftröhre, Klauen, Sehnen etc.)
  • Rohmilch
  • Blut

Die Menge an den häufig eher wertlosen schwer verdaulichen Teilen bestimmt der Hersteller selbst. Allerdings muss die Analyse des Futters den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen (Proteingehalt etc.)

Die Deklaration

Die Deklaration sollte dem Konsumenten klar erkennbar machen, was sich im Produkt verbirgt. Da es aber verschiedene Deklarationsmöglichkeiten gibt, ist das nicht immer so leicht. Je ungenauer die Deklaration (z.B. keine genauen Fleischteile oder Prozentangaben) desto leichter kann der Hersteller je nach Preis der Ausgangsprodukte variieren.

Wirklich gute Futtermittel haben eine sehr detaillierte Deklaration wie z.B. Pet-Fit.
Hier werden einzelne Zutaten mit genauen Prozentangaben angegeben.

Zu den Deklarationen wird es einen eigenen Beitrag von mir geben.

Verdaulichkeit

Die Verdaulichkeit ist ein wichtiger Parameter für die Güte eines Futtermittels. Sie ist aus der Deklaration nicht ersichtlich, sondern nur im Futterversuch ermittelbar. (Aufgenommene Futtermenge abzüglich Kotmenge) Du selbst kannst das also nicht oder kaum beurteilen, weil die Verdauung auch vom Individuum selbst abhängt.
Die Verdaulichkeit sinkt, wenn viel Rohfaser enthalten ist. Allerdings ist gute unverdauliche Rohfaser ein wertvoller Bestandteil für die Darmbakterien. In Fertigfuttermitteln wird als Rohfaser häufig Zuckerrübenfaser oder Zellulose zugesetzt. Wertvoller wäre natürlich Rohfaser aus Topinambur, Chicoree etc.

Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel

Eine wichtige Unterscheidung, die leider von vielen Tierbesitzern übersehen wird.
So wird oft nur noch Fleisch gefüttert, was für die Zusammensetzung des Mikrobioms, aber auch für viele andere Stoffwechselvorgänge äußerst ungünstig ist.

Alleinfuttermittel müssen alle nötigen Futterkomponenten enthalten, während Ergänzungsfuttermittel nur einen Teil des Bedarfs abdecken. Z.B. reine Fleischdosen, Mineralstoffmischungen, Getreideflocken. Dies sind alles Ergänzungsfuttermittel und müssen durch die fehlenden Komponenten eben ergänzt werden.

Diese Bezeichnungen müssen auf dem Futtermittel angegeben sein!

Futtermenge

Die richtige Futtermenge muss immer individuell am eigenen Tier festgestellt werden. Die Angaben auf den Futtermittel-Verpackungen sind immer nur Annäherungswerte, die oft zu hoch liegen.

 

 

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