Entwurmung ohne Nervengift – geht das überhaupt?

Den Artikel im Vet-Magazin vom 30.6. nehme ich zum Anlass, die prinzipielle Frage aufzuwerfen: Müssen wir uns ständig vor „Feinden“ in Acht nehmen? Ist es gesünder für unsere Hunde und Katzen Neurotoxine in Form einer Entwurmung einzunehmen als einem Wurmbefall ausgesetzt zu sein?

Ich bin auch der Meinung, dass verwurmte Tiere entwurmt gehören. Braucht es dazu aber unbedingt neurotoxischer Medikamente? Noch dazu ohne Nachweis eines tatsächlichen Befalls?

Okay, bei einem hochgradigen Wurmbefall greife ich auch zur Wurmtablette. Allerdings stelle ich seit einigen Jahren fest, dass die meisten meiner Patienten keinen Wurmbefall haben. Zumindest für die Hunde gilt das, Mäuse fressende Katzen nehme ich hier lieber aus, aber da geht es dann auch eher um Bandwürmer. Ich untersuche regelmäßig Kotproben und schicke diese auch immer wieder ins Labor. Verwurmte Tiere habe ich in meiner Praxis relativ selten.

Wurmfrei ohne Entwurmung?

Meine Kunden werden fast alle mit phytotherapeutischen Mitteln gegen Zecken behandelt und nicht mit den herkömmlichen chemischen Spot-ons oder Tabletten. Vielleicht ist das ein Grund, warum sie auch weniger Würmer haben? Wir verwenden beim Hund Imun Dog Para und bei der Katze Imun Cat Para. Diese beiden Präparate enthalten verschiedenste pflanzliche Stoffe, die Parasiten nicht mögen. Das gilt für Würmer, aber auch für Zecken.
Nur bei wenigen Tieren ist das nicht ausreichend. Dann geben wir zusätzlich den TicAid-Spray. Damit haben fast alle einen ausreichenden Schutz vor Zecken. Die Anwendung erfolgt täglich. Das ist natürlich nicht so praktisch, wie eine Tablette alle 3 Monate zu geben, dafür gibt es aber auch keine Nebenwirkungen. Gleichzeitig hast du auch den Effekt einer Entwurmung. Das ist nicht durch Studien gesichert, also empfehle ich dir, gelegentlich eine Kotprobe untersuchen zu lassen.

Du findest aber auch bei cdVet einige geeignete Präparate. Suche einfach nach ZeckEx-Bio Öl oder Wurm-o-Vet für Hund und Katze.

Meine Patienten  werden fast ausschließlich homöopathisch und naturheilkundlich behandelt. Macht das vielleicht das Immunsystem generell fitter?

Jeder Schulmediziner würde beides natürlich bestreiten. Natürlich auch, dass es überhaupt etwas gegen Zecken gibt, was nicht aus der Pharmaindustrie kommt, aber das ist einen anderen Blogbeitrag wert…

Und ja, natürlich kann man Wurmeier im Kot auch evtl. übersehen. Wurmeier werden nicht in jeder Kotprobe ausgeschieden. Die Frage ist aber, ob du dein Tier mit Medikamenten belasten möchtest. Wo doch Antiparasitika schon im Verdacht stehen mit der Entstehung von Epilepsie und anderen neurologischen Beschwerden zu tun zu haben. Auch übliche Medikamente sind nicht immer harmlos.

Viele Hunde- und Katzenbesitzer verwenden Schwarzkümmelöl oder Kokosöl oder adere Einzelkomponenten. Aber auh natürliche Produkte können ungünstige Eigenschaften haben. Schwarzkümmelöl  schädigt die Leber bei höherer Dosierung, Knoblauch zersetzt die roten Blutkörperchen und Geraniol verträgt der Magen häufig nicht gut. Mit ausgewogenen Mischpräparaten, wie den oben genannten, lassen sich die Mengen der einzelnen Stoffe möglichst gering halten, sodass es zu keinen unerwünschten Effekten kommt.

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