Fütterung im Alter

Hunde und Katzen haben im Alter etwas andere Bedürfnisse was die Fütterung betrifft. Die Fähigkeit sich an äußere Bedingungen anzupassen nimmt im Alter ab. Das gilt auch für die Nahrung.

Meine Futterempfehlung findest du ganz unten.

Hör dir meinen Podcast zu diesem Thema an:

Hier noch ein paar Tipps zur Rohfütterung:

Organe wie Niere, Leber und Herz haben häufig bereits eine eingeschränkte Funktion. Gleiches gilt aber auch für das Immunsystem, die Verdauungsenzyme und das Nervensystem.

Energiebedarf

Der Energiebedarf sinkt im Alter dadurch, dass die Tiere weniger Bewegung machen, aber auch, weil Zellteilungsraten und Soffwechselvorgänge langsamer werden. Bei großen Hunden kann bereits meist ab dem 6.-7. Lebensjahr die Futtermenge (eigentlich nur die Energiemenge) um 20-25% reduziert werden. Bei kleinen Rassen ab dem 9.-10. Lebensjahr.
Katzen nehmen im Alter oft eher ab als zu, weil sie in der Regel längere Zeit gleich aktiv bleiben.
Als Maß gilt natürlich immer das Gewicht oder besser noch der Body Condition Score des jeweiligen Tieres, um den Energiebedarf zu erkennen.

Eiweißbedarf

Der Proteinbedarf bleibt bei älteren Tieren in etwa gleich. Zu viel Eiweiß belastet Leber und Niere, zu wenig verhindert Regeneration und Zellerneuerung.
Wegen der möglicherweise schon eingeschränkten Verdauungsleistung sollte das Eiweiß gut verdaulich sein (zu einem hohen Anteil vom Körper aufgeschlossen und verwertet werden können).

Phosphor

Da Phosphor zwar wichtig ist, die Niere aber belastet, darf Phosphor nicht in zu großer Menge im Futter enthalten sein. Reine Muskelfleischfütterung (ohne Innereien, Knochen oder Calcium und ohne pflanzliche Komponenten) ist daher besonders im Alter oft fatal.

Spurenelemente und Vitamine

Spurenelemente und Vitamine, aber auch Antioxidantien und essentielle Fettsäuren sind wichtig.

Hierzu und zu speziellen Problemen im Alter hörst du noch weitere Informationen im Podcast:

Meine Futterempfehlung

Die gewohnte Fütterung muss nicht unbedingt geändert werden. Du musst sie aber möglicherweise etwas anpassen.

Beim Dosenfutter empfehle ich generell gerne Pet-Fit, da hier keine synthetischen Zusätze verwendet werden. Zusätzlich etwas Gemüse oder den Gemüsetopf von Pet-Fit dazu (10-15% der Ration), ist jedenfalls kein Fehler.

Wer unbedingt Trockenfutter füttern möchte, sollte eine Senior-Sorte wählen. Generell ist Trockenfutter aber das am meisten bearbeitete Futter und von daher am unnatürlichsten.

Barfer können die Futtermenge reduzieren, besonders die Kohlenhydrate (Flocken), da sie viel Energie, aber wenig Eiweiß enthalten.

Sollten bereits Erkrankungen bekannt sein, müssen diese natürlich beachtet werden. die Fütterung muss dann wahrscheinlich diesbezüglich noch speziell angepasst werden. Lies dir gerne noch meinen Artikel „Braucht man unbedingt fertige Diäten“ durch.

 

 

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