Kannst du uns helfen?

In der Praxis erhalten wir täglich Mails mit ganzen Krankengeschichten.
Die eigentliche Frage, die oft dahintersteht ist, ob in diesem Fall die Komplementärmedizin helfen kann.
Aus diesem Grund lautet der letzte Satze oft: „Können Sie uns da helfen“

Die Antwort ist nicht so leicht, ganz einfach, weil wir keine Hellseher sind und jeder Fall anders ist.
Prinzipiell kann aber in jedem chronischen Fall (von Allergie bis Krebs) eine komplementäre Behandlung hilfreich sein.

Hier geht es zur Podcast-Folge:

Was die Komplementärmedizin kann

Die Komplementärmedizin bezeichnet alle Methoden, die nicht primär an den medizinischen Universitäten gelehrt wird.
Darunter fallen Methoden wie

  • Homöopathie, Homotoxikologie
  • Akupunktur
  • TCM
  • Orthomolekularmedizin
  • Ozon-Sauerstoff-Therapie
  • Mitochondrien-Therapie
  • Craniosakral-Therapie uva. manuelle Methoden
  • Energetische Methoden wie Bioresonanz, Quantenmedizin etc.
  • uvm.

Da die konventionelle „Schulmedizin“ eigentlich die jüngste aller medizinischen Methoden ist, gibt es bei den meisten komplementären Methoden wesentlich längere Erfahrungen.
Zwar können die meisten Methoden nicht so rasch und effektiv Symptome zum Verschwinden bringen, wie übliche Medikamenten, dafür können sie langfristig oft deutlich mehr.

Daraus ergibt sich, dass komplementäre Methoden in Notfällen und akuten Erkrankungen oft unterlegen sind. Jedenfalls was das rasche Verschwinden von Symptomen betrifft. Dafür haben Sie aber bei chronischen Beschwerden viele Vorteile.

Aber auch bei akuten Beschwerden können Akupunktur oder Homöopathie ebenso rasch wirken.
Die Betonung liegt hier aber auf „können“.
Wer schon erlebt hat, wie innerhalb von Minuten alle Beschwerden verschwunden sind, nachdem eine homöopathische Arznei verabreicht wurde, weiß was ich meine.
Das Problem liegt hier darin, dass die Wahl der Arznei nicht immer genau passt.
Dennoch ist auch bei herkömmlichen Medikamenten bekannt, dass nicht jeder Patient auf die gleichen Präparate anspricht.

Wie immer gilt: Eine Garantie gibt es in der Medizin ohnehin nie!

Vorteile der Komplementärmedizin

  • keine bis kaum Nebenwirkungen
  • langfristig ist in vielen Fällen Heilung möglich
  • es werden Symptome nicht unterdrückt, sondern die Ursachen behandelt
  • eine langfristige Besserung fast aller chronischer Erkrankungen kann erreicht werden

Was die Komplementärmedizin nicht kann

In zwei Bereichen ist die Schulmedizin überlegen

  • Rasche Beseitigung von Symptomen (z.B. durch Schmerzmittel)
  • Notfallmedizin

Facit

Aus meiner persönlichen Sicht ist die Komplementärmedizin immer die bessere Wahl bis auf zwei Ausnahmen:

  • Akut lebensbedrohliche Zustände
  • Chirurgische Behandlungen, wenn nötig

Sehr viele akute Erkrankungen können z.B. homöopathisch ebenso erfolgreich behandelt werden.
Allerdings ist es immer ungewiss, ob tatsächlich die richtige Arznei verwendet wurde.
Falls nicht, lässt sich immer noch auf die Schulmedizin zurückgreifen.

In welchen Fällen man keine Zeit verlieren darf und aus Sicherheitsgründen dann doch gleich zu Medikamenten greift, kann ein ausgebildeter Arzt leicht entscheiden.
Die häufigen Vorwürfe von Gegnern, dass wertvolle Zeit verloren geht, wenn erst homöopathisch behandelt wird, ist haltlos.
Auch unnötig verabreichte Medikamente können erheblichen Schaden anrichten, wie viele meiner Patienten schon bemerken mussten.

Die oft gestellt Frage: „Können Sie uns helfen?“ kann ich damit generell für alle chronischen Krankheiten bejahen.
Da aber keine Behandlung zu 100% erfolgreich ist, gibt es eben keine Garantie.
Ganz ausschlaggebend ist natürlich auch die gestellte Erwartung.
Helfen bedeutet nicht immer Heilung, sondern in manchen Fällen nur Verbesserung der Lebensqualität.

Was denkst du darüber? Hinterlasse mir dein Kommentar oder deine Fragen…

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