Verträgt meine Hündin wirklich keine Narkose?

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Vorab wichtige Links für dich

Am Ende des Artikels geht es darum, was du selbst verbessern kannst, um Problemen in Narkosen hoffentlich vorzubeugen.

Hier verlinke ich dir schon mal die Produkte, damit du sie später wieder leichter findest.

Die Beschreibung findest du dann am Ende des Artikels.

 

Kann es überhaupt sein, dass ein Hund keine Narkose verträgt?

So wie bei jedem anderen Medikament auch, kann es natürlich auch gegen Narkosemittel Unverträglichkeiten geben. Allerdings kommt das tatsächlich sehr selten vor. Viel häufiger liegt einem Problem nach der Narkose etwas anderes zugrunde: Eine Vorerkrankung, ein Zwischenfall in der Narkose, der weitere Medikamente erfordert oder auch ein Problem mit den natürlichen Entgiftungsmechanismen des Tieres selbst.

Diese Probleme und Ursachen kann es für Unverträglichkeiten von Narkosen geben

Vorerkrankungen

Vor einer Narkose ist eine Blutuntersuchung immer angeraten. Aus Kostengründen wird bei jungen Tieren und Routineeingriffen wie z.B.  Kastrationen, die ja nur beim gesunden Tier durchgeführt werden, häufig darauf verzichtet.

Da aber auch Tiere, die klinisch gesund wirken möglicherweise ein Problem mit Leber, Niere oder Herz-Kreislaufsystem haben können, kann eine Vorerkrankung ohne vorherige weitere Untersuchungen selten völlig ausgeschlossen werden.

In der Praxis lassen sich Vorerkrankungen so gut wie nie zu 100% ausschließen, da seltene Probleme nur mit sehr aufwändigen Untersuchungen ausgeschossen werden könnten.

Z.B. kann ein Herz-Kreislauf-Problem nur mittels Herz-Ultraschall ganz sicher ausgeschlossen werden. Alles in allem wären dann in vielen Fällen die Voruntersuchungen um ein Vielfaches teurer als die Operationen selbst. Eine kleine Ungewissheit bleibt daher oft bestehen.

Wenn aber Vorerkrankungen bereits bekannt sind, wird in der Narkose darauf natürlich Rücksicht genommen. Es gibt unterschiedliche Narkotika, die verschiedene Organsysteme unterschiedlich stark belasten. Z.B. solche, die einen größeren Einfluss auf Blutdruck und Atemfrequenz haben als andere. Diese Präparate wird man bei Patienten, die bereits eine Vorerkrankung des Herz-Kreislaufsystems haben, natürlich vermeiden.

Manche Präparate werden stärker über die Nieren, andere über die Leber abgebaut. Auch darauf kann Rücksicht genommen werden.

Probleme in der Narkose

Probleme in der Narkose können theoretisch immer auftreten, sind aber zum Glück äußerst selten.

Von Atem- oder Kreislaufproblemen bis hin zu allergischen Reaktionen ist aber alles denkbar und erfordert oft zusätzliche Medikamente, die möglicherweise dazu führen, dass sich ein Tier nach einer Narkose schlechter erholt als üblich.

Solche Probleme lassen sich aber meist mit Infusionen, aber auch homöopathischen Arzneien deutlich verbessern.

Mangelnde körpereigene Entgiftung

Probleme eines Tieres, Medikamente rasch abzubauen, können ebenfalls zu schlechter Erholung nach einer Narkose führen. So etwas tritt häufig bei schon bestehenden Leberproblemen auf, da die Leber das wichtigste Entgiftungsorgan ist. Auch Nieren- oder Kreislaufprobleme können dazu führen.
Lies dir dazu auch meinen Artikel zum Thema Schmerz durch.

Was meist nicht beachtet wird: Möglicherweise kann es auch Probleme auf biochemischer Ebenen geben, also bei der Umwandlung der Narkose-Substanzen. Die meisten Fremdsubstanzen müssen nämlich im Körper enzymatische (durch körpereigene Entgiftungsenzyme) umgebaut werden, damit sie ausgeschieden werden können. Für diesen Umbau sind v.a. viele Nährstoffe, wie bestimmte Vitamine und Spurenelemente (z.B. Selen) nötig, damit die Entgiftungsenzyme überhaupt arbeiten können. Besteht ein Mangel an diesen Substanzen, oder ein besonders hoher Verbrauch, kann das zu Problemen beim Abbau von Medikamenten und anderen Stoffen fürhren.

Beim Menschen sind genetische Variationen bekannt, die dazu führen, dass Fremdsubstanzen (also auch Medikamente, Schwermetalle etc.) schlechter entgiftet und ausgeschieden werden können als bei anderen Menschen (KPU – Kryptopyrollurie)
Auch wenn beim Tier keine ähnliche Veränderung nachgewiesen ist, ist es durchaus denkbar, dass genetische Varianten existieren, die zu unterschiedlichen Entgiftungsleistungen führen. Bei der KPU des Menschen kann die Entgiftungsleistung durch Zufuhr von hochkonzentrierten Nahrungsergänzungen (u.a. Vitamin B6) deutlich verbessert werden.

 

Das wird der Tierarzt beim nächsten Mal beachten

Wenn dein Tier in oder nach einer Narkose schon einmal Probleme hatte, muss das dein Tierarzt natürlich wissen. Sollte nochmals eine Narkose nötig sein, ergeben sich dann folgende Möglichkeiten:

  • Weitere Voruntersuchungen um einen Grund für die Unverträglichkeit zu finden
  • Verwendung anderer Narkotika
  • Genaueste Überwachung in der Narkose und danach
  • zusätzliche Infusions-Therapie
  • Überweisung an eine Klinik, in der mehr Personal und Anästhesisten zur Verfügung stehen
  • Verabreichung von homöopathischen Arzneien werden von konventionellen Medizinern leider meist nicht durchgeführt. Die passende Arznei kann Verstopfungen, Benommenheit, Übelkeit und andere Probleme nach Narkosen aber in vielen Fällen sehr rasch beheben.

 

Was du selbst verbessern kannst

  1. Optimale Unterstützung aller Entgiftungsmechanismen (s. Links ganz oben im Artikel)
    Die empfohlenen Präparate sind alles Nahrungsergänzungen, die Entgiftungsorgane wie Leber, Darm und Nieren unterstützen.

    1. Gladiator Plus gibt es übrigens auch für den Menschen. Fermentierte Kräuter regen die Tätigkeit der Ausscheidungsorgane an. Ich verwende es bei vielen chronischen Erkrankungen unterstützend.
    2. Dialvit Vet liefert alle Nährstoffe (Orthomolekular-Medizin), die für die Arbeit der Mitochondrien (Energie-erzeugende Zell-Organellen) nötig sind (Mitochondrien-Therapie). Ebenfalls bei allen chronischen Problemen ein sehr wichtiger Faktor.
    3. Pro Sirtusan ist ein Präparat aus der humanen Komplementärmedizin und muss von der Dosierung daher an das Gewicht des Tieres angepasst werden (großer Hund bekomme ca. die halbe empfohlene Dosis, die auf der Packung angegeben ist).
      Es liefert eine große Menge pflanzlicher Antioxidantien, die für den Schutz der Zellen essentiell sind und im Fertigfutter mit Sicherheit massiv fehlen.
    4. Pro Sanatox enthält entgiftungsfördernde Pflanzen wie Bärlauch, Brennessel etc., sowie Vitamine und Spurenelemente, die die Entgiftungsleistung des Körpers verbessern.
      Bezüglich der Dosierung gilt das gleiche wie bei Pro Sirtusan, da es sich um ein humanes Präparat handelt.
  2. Suche dir einen guten homöopathischen Tierarzt, der dein Tier bei Problemen nach einer Narkose zusätzlich mit homöopathischer Arznei unterstützen kann.
    Eine prophylaktische homöopathische Therapie vor einer Narkose macht aber nur Sinn, wenn bereits von früheren Narkose bekannt ist, welche Probleme ein Tier leicht bekommt. Die Wahl der Arznei hängt nämlich immer von den individuellen Symptomen ab und diese sind im Vorhinein in der Regel nicht bekannt.
  3. Ausreichende Wasseraufnahme in den Tagen vor der Narkose ist wichtig für Kreislauf und Nierenfunktion.
  4. Lass dein Tier vor der Narkose unbedingt nüchtern (gilt nicht für Nagetiere)

Wenn ich dir mit einer individuellen Beratung weiterhelfen kann, vereinbare hier gerne einen Termin mit mir!

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